Umsetzung & Fokus



Eine Darstellung, wie unser Projekt umgesetzt wird, was die Besonderheiten sind und was uns wichtig ist. Wir beschreiben Hintergründe,  was Stromerzeugung angeht, wie das Geld in der Region bleibt und welchen echten Natur- und Umweltschutz unser Solarparkt bewirkt.

Stromerzeugung

Leistung:

Der geplante Solarpark Tiefenried wird pro Jahr 21.000 MwH  an grünem Strom produzieren. Diese Menge entspricht dem Bedarf von ca. 5.400 Haushalten


Ost-West-Ausrichtung:

Die Module in unserer Anlagen sollen eine Ost-West-Ausrichtung  besitzen. Diese Ausrichtung hat den großen Vorteil, dass der Strom dann produziert wird, wenn er auch wirklich benötigt wird. Wir vermeiden so, dass unnötiger "Geisterstrom" produziert wird. Dies ist Strom, der aufgrund von Überkapazitäten nicht genutzt werden kann.


Energetische Amotisation:

Die energetische Amortisationszeit eines PV-Moduls beträgt 1 bis 3 Jahre. Dies bedeutet, nach dieser Zeit bereits so viel Energie erzeugt wurde wie für seine Herstellung, Transport und Montage benötigt wurde. Und dies bei einer Laufzeit von 25 bis 30 Jahren.


Einspeisesteckdose:

Unser Solarpark hat sich erfolgreich um die Einspeisung an der neuen Einspeisesteckdose am Umspannwerk in Balzhausen beworben.

Keine Selbstverständlichkeit, bedenkt man dass es doppelt so viele Bewerber wie Kapazität  gab. Aus diesem Grund wird der nun von uns geplante Solarpark auf absehbare Zeit das einzige realistische PV-Projekt im Gemeindegebiet sein.

Der Anschluss wird mittels eines Erdkabels  erfolgen. Die Kosten dafür werden von unserer Projektgesellschaft getragen.


Batteriespeicher:

In einem weiteren Bauabschnitt ist von uns bereits die Implementierung eines eigenen Batteriespeichers geplant.

Ziel ist es, Schwankungen sowie Überkapazitäten auszugleichen und dadurch zur Netzstabilität sowie langfristigen Versorgungssicherheit der Bevölkerung beizutragen.


Krisensichere Energie:

Der jüngste Krieg im Nahen und mittleren Osten zeigt uns derzeit sehr deutlich, wie abhängig  unser Land von Importen ist – besonders bei der Energie. Deutschland muss einen großen Teil von Öl, Gas und anderen Energieträgern aus dem Ausland einkaufen. So hat Deutschland allein im Jahr 2024 rund 69 Milliarden Euro für fossile Energieträger aus dem Ausland ausgegeben.

Hinzu kommt: Öl und Gas sind endliche Rohstoffe. Das bedeutet, dass ihre Vorräte begrenzt sind. Wenn etwas knapp wird, steigt in der Regel auch der Preis. Deshalb werden fossile Energieträger langfristig immer teurer und unsicherer.

Erneuerbare Energien bieten hier eine wichtige Alternative. Wenn Strom regional aus Sonne oder Wind erzeugt wird, bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region. Gemeinden, Unternehmen und Bürger können davon profitieren. Gleichzeitig macht eine lokale Energieerzeugung unabhängiger von unsicheren Lieferungen aus dem Ausland.

Auch unser Solarpark kann dazu beitragen: Er erzeugt sauberen Strom direkt vor Ort, und stärkt die verlässliche regionale Energieversorgung- auch in Krisenzeiten.


Perspektivische Nutzung:

Die Energieversorgung befindet sich aktuell in einem großen Wandel. Durch die Energiewende wird der Strombedarf in den kommenden Jahren deutlich steigen – zum Beispiel durch mehr Elektroautos, Wärmepumpen oder auch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Früher wurde Strom aus erneuerbaren Energien meist zentral erzeugt und dann in große Stromnetze eingespeist. Heute entwickelt sich das Energiesystem immer stärker zu einer dezentralen und intelligent vernetzten Struktur. Das bedeutet: Strom wird häufiger direkt dort genutzt, wo er erzeugt wird. Dabei arbeiten verschiedene Bereiche wie Strom, Wärme, Mobilität und Industrie immer enger zusammen.

Der vor Ort erzeugte Grünstrom kann deshalb künftig für viele unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Das macht die Energieversorgung effizienter, stärkt die regionale Wirtschaft und erhöht gleichzeitig die Versorgungssicherheit.

Der in Tiefenried erzeugte Strom kann perspektivisch zum Beispiel:

  • Die Energieversorgung befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden technologischen Wandel. Während Strom aus erneuerbaren Quellen lange Zeit
  • durch Großwärmepumpen Nah- und Fernwärmenetze versorgen und somit die Wärmewende vorantreiben.
  • direkt an regionale Großverbraucher der Industrie angeschlossen werden.
  • maßgeblich dem Klimawandel entgegenwirken und gleichzeitig die Unabhängigkeit von Energieimporten fördern.
  • künftig durch einen Elektrolyseur in grünen Wasserstoff umgewandelt werden.

Und somit weit mehr leisten, als nur ins Stromnetz eingespeist zu werden.


Regionale Wertschöpfung

Firmensitz

Die Tiefenrieder Sonnenschein GbR hat ihren Sitz im Kirchheimer Gemeindegebiet.

Dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, haben sich die Gesellschafter in einem Vertrag verpflichtet.


Projektgesellschaft & Grundstückseigentümer

Insgesamt haben 6 Gesellschafter der Tiefenrieder Sonnenschein GbR sowie 19 Grundstückseigentümer  das Recht zu einer uneingeschränkten Beteiligung an unserem geplanten Solarpark. Die große Mehrheit davon lebt in Kirchheim, seinen Ortsteilen oder benachbarten Gemeinden im Unterallgäu.

Infos zu den Einzelpersonen hinter diesen Zahlen findet ihr unter: >Wer wir sind<


Gewerbesteuer & EEG-Umlage

Durch den Firmensitz im Gemeindegebiet wird die Gewerbesteuer  ausschließlich in Kirchheim i. Schw. bezahlt.

Hinzu kommt das Anrecht der Gemeinde auf einen Anteil aus der EEG-Umlage. Entsprechend der prognostizierten Stromerzeugung ergibt dies jährliche Mehreinnahmen von ca. 35.-40.000 €.

Diese sind nicht zweckgebunden  und können somit für Projekte im gesamten Gemeindegebiet oder auch nur für den Ortsteil Tiefenried verwendet werden.


Bürgerbeteiligung

in einem städtebaulichen Vertrag mit der Marktgemeinde haben wir uns zur Umsetzung einer breiten Bürgerbeteiligung verpflichtet. Vorgesehen ist, dass hierfür 12,5% des Solarparks zur Verfügung gestellt werden. Für die Bürgerbeteiligung ist eine eigene Gesellschaft in der Rechtsform einer

GmbH & Co. KG oder Genossenschaft vorgesehen, die unmittelbar an der Betreibergesellschaft (auch an stillen Reserven) beteiligt ist. Dies stellt einen

deutlichen Vorteil gegenüber anderen Investitionsmodellen (z. B. Nachrangdarlehen) dar. Die Umsetzung der Bürgerbeteiligung soll erst nach

erfolgreicher Realisierung des Projekts erfolgen. Erst dann stehen wichtige Parameter wie Investitionskosten, Finanzierung und Einspeisevergütung fest, die für eine positive Wirtschaftlichkeit maßgeblich sind. Dies bedeutet, dass zunächst allein die Projektgesellschaft die wirtschaftlichen Risiken bis zur Inbetriebnahme trägt. Sobald die genauen Parameter für eine künftige Bürgerbeteiligung feststehen, werden die Bürger der

Marktgemeinde nochmals gesondert darüber informiert.


Klima- & Naturschutz

Bodenregeneration

Durch die zeitlich begrenzte Entziehung der Fläche von der landwirtschaftlichen Nutzung erhält der zuvor intensiv bewirtschaftete Ackerboden die Möglichkeit zur Regeneration. Der Stopp der Befahrung durch schwere Maschinen sowie der Verzicht auf Düngemittel und die Reduzierung der Nitratbelastung leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Studien belegen: Durch die Extensivierung der Flächen können bereits nach kurzer Zeit neue Lebensräume für seltene Pflanzen und Insekten entstehen..


Eingrünung

Ein weiterer Baustein unserer Naturschutz-Strategie ist die vorgesehene Eingrünung der Anlage. Um die Sichtbarkeit zu minimieren, erfolgt diese Eingrünung in zwei Reihen und über eine Länge von 670 Metern. Gleichzeitig bietet diese neue Hecke einen neuen Lebensraum und verbessert so zusätzlich die Biodiversität.


Schafbeweidung

Eine Schafbeweidung unterstreicht unseren Anspruch, die Flächen schonend und naturverträglich zu nutzen. Diese Art der Pflege hat sich auch in anderen Solarparks bereits als besonders geeignet herausgestellt. Dass wir die Fläche ortsnahen Schäfern zur Verfügung stellen und damit die heimische Landwirtschaft unterstützen, ist dabei ein positiver Nebeneffekt.


Quellen:

Einige positive Beispiele über die Förderung von Struktur- und Artenvielfalt in Solarkaprks könnt ihr en folgenden Pressebeiträgen und Studien entnehmen:

https://www.entegro.eu/artenvielfalt-im-solarpark/

https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/artenvielfalt-solarparks-100.html

https://www.enbw.com/unternehmen/themen/solarenergie/biodiversitaet-in-solarparks.html